in 12 Wochen zum Marathon – Das Tagebuch

Erste Woche (3. Kw)

Trainingseinheit:        Dienstag – Dauerlauf 60 min 9 km, 6:45 min/km

Feedback:       Es war sowas von Banane. Pannen, Pech und Pleiten

Nach 500 Metern ist mir aufgefallen, dass ich das geplante Training falsch in die Uhr übertragen habe. Da ich sonst etwas schneller unterwegs bin, wollte ich unbedingt immer ein Auge auf meine Pace haben. Also alles auf null, neu übertragen vom Handy und Start! Kilometer 1 bis 3 war super. Kilometer 4 ging es dann los. Rechtes Feld vom Regen überflutet so dass ein kleiner Fluss auf den kommenden 30 Metern Richtung linkem Feld floss. Trotz aller Vorsicht über das halbwegs trockene Feld zu waten, durfte ich meinen Weg mit einem wiederkehrendem „flutsch“-Geräusch fortsetzen. Eben immer dann, wenn mein linker Fuß den Boden berührte. Toll! Asymmetrisch nass laufe ich doch am liebsten. Bei Kilometer 5 schaltete dann meine Stirnlampe von 800 auf 100 Lumen runter. Super, Batteriesparmodus. Entspricht bei den Witterungsverhältnissen in etwa einem Abgedeckten Notausgangsschild. Nur 500 Meter weiter kam dann der 2. Fluss auf meinem Feldweg. Damit ist die Symmetrie wieder hergestellt. Da ich ja nur unten nass war, dachte sich Petrus wohl: „Das geht besser“! Böen um die 50 km/h spuckten also fröhlich Schneeregen in mein Gesicht. Selten war eine heiße Dusche solch ein Highlight für mich. Aber immerhin alles geschafft und sogar in halbwegs gefordertem Tempo.

 

Trainingseinheit:         Donnerstag – Dauerlauf 60 min 9 km, 6:45 min/km

Feedback:        Ersatzlos ausgefallen wegen Sturmtief Friedericke.

 

Trainingseinheit:         Samstag – Dauerlauf 35 min 5 km, 6:20 min/km

Feedback:        Bei nur 5k ist hab ich mich sehr halbherzig an das vergegebene Tempo gehalten. Kurze Distanzen sind aber perfekt um neue Schuhe einzulaufen. Meine neuen Asics wurden in Wasserdicht für Offroard Läufe gekauft. Damit sollte das Wasserproblem auf meiner Strecke kein Problem mehr sein.

 

Trainingseinheit:   Sonntag – langer Dauerlauf 90 min 13 km, 7:00 min/km

Feedback:        Wie immer leichte Probleme meinen Pace runter zu fahren. Zumindest anfangs. Erst einmal angepasst, war es ein echt schönes Laufen. Gefühlt wär die doppelte Distanz drin gewesen… zumindest laut meiner Beine. Da ich jedoch Familienbesuch übers WE hatte, fanden eineinhalb Stunden vor meinem Start ein leckerer Teil einer Ente mit reichlich Gemüse und Kartoffelknödel den Weg in meinen Bauch. Ab Km 10 rumorte es tief in mir und ich war echt froh, mein Zier erreicht zu haben ohne die Ente wieder raus gelassen zu haben. Memo an mich: Kein fettes Essen vorm Training!

 

 

 

Zweite Woche (4. Kw)

 

Trainingseinheit:        Dienstag – Dauerlauf 60 min 9 km, 6:45 min/km

Feedback:       Nach einem Wirklich anstrengenden Arbeitstag und diversen Aufgaben im Haushalt konnte ich um kurz vor sieben endlich starten. Müde aber motiviert gings los allerdings glaube ich fest daran: Petrus ist eine Frau… und sie hasst mich! Kaum gestartet schon Nieselregen. Mal mehr mal weniger zug sich das über die gesamte Strecke hin (jetzt hat es übrigens aufgehört). Dennoch ein geiler Lauf. Ich bin echt stolz das ich es durchgezogen habe denn mein innerer Schweinehund – „Bob“, wär viel lieber auf dem Sofa geblieben. Nun noch etwas TV zum runter kommen und dann ab ins Bett. Bin jetzt echt platt.

 

Trainingseinheit:        Donnerstag – flotter Dauerlauf 57 min 9 km, 6:20 min/km

Feedback:     Heute wars etwas turbulent. Hatte noch ein paar kleine Termine nach der Arbeit und so bin ich wieder erst im Dunkeln gestartet. Strecke mal etwas verändert. Auf diese Weise endeten die 9km nicht vor der Tür sondern 2 Straßen vorher. Entspanntes Auslaufen kam mir wirklich gelegen. Ich will nicht sagen dass ich an einer Leistungsgrenze bin aber 4x die Woche Laufen und 5x körperlich Arbeiten ist schon etwas anderes als ich gewohnt bin. Alles in allem gehts mir aber gut und ich bin weiterhin sehr motiviert. Samstag wird easy aber für Sonntag überlege ich hoch auf den Kammweg im Deister zu laufen. Bei der Steigung und den Höhenmetern glaube ich aber nicht, das ich 17 km ohne Pausen schaffe. Ich hab ja noch etwas zeit, mir eine Strecke raus zu suchen.

 

Trainingseinheit:        Samstag – Dauerlauf 35 min 5 km, 6:45 min/km

Feedback:   Dieses Mal ging der Kelch nicht an mir vorbei. Nachdem meine Tochter und meine Freundin erkrankt sind, hat es mich auch dahin gerafft. Gesundheit geht vor also fällt das Training vorerst aus. Hoffentlich reichts dann auch noch zum 42er Ziel.

 

Trainingseinheit: Sonntag – langer Dauerlauf 120 min 17 km, 7:00 min/km

Feedback: ausgefallen wegen Krankheit 🙁

 

 

Dritte Woche (5. Kw)

 

Trainingseinheit: Dienstag – Dauerlauf 60 min 9 km, 6:45 min/km

Feedback: ausgefallen wegen Krankheit 🙁

Trainingseinheit: Donnerstag – Dauerlauf 9km, 3x 1000m (5:45 min/km) jeweils 4 min Gehpause

Feedback: ausgefallen wegen Krankheit 🙁

Trainingseinheit: Samstag – Dauerlauf 40 min 6 km, 6:45 min/km

Feedback: ausgefallen wegen Krankheit 🙁

Trainingseinheit: Sonntag – langer Dauerlauf 2:29 h 20 km, 7:00 min/km

Feedback: ausgefallen wegen Krankheit 🙁

Vierte Woche (6. Kw)

 

Trainingseinheit: Dienstag – Dauerlauf 40 min 6 km, 6:45 min/km

Feedback: ausgefallen wegen Krankheit 🙁

Trainingseinheit: Donnerstag – flotter Dauerlauf 51 min 9 km, 6:20 min/km

Feedback: ausgefallen wegen Krankheit 🙁

Trainingseinheit: Samstag – Dauerlauf 50 min 8 km, 6:46 min/km

Feedback: ausgefallen wegen Krankheit 🙁

Trainingseinheit: Sonntag – langer Dauerlauf 2:40 h 23 km, 7:00 min/km

Feedback: ausgefallen wegen Krankheit 🙁

Fünfte Woche (7. Kw)

 

Trainingseinheit: Dienstag – Dauerlauf jeweils 5 Min. Gehpause 10 km, 4x 1000 m (5:45 min/km)

Feedback: Nach den vielen Tagen ohne Sport habe ich mich nicht an den Plan gehalten. Ich wollte erst einmal sehen wo ich stehe und was überhaupt noch geht. Bin also eine kleine Runde frei nach Schnauze gelaufen und war echt erledig danach. Ich bin zwar wieder gesund, viel Leistung scheint aber nicht abrufbar zu sein.

Trainingseinheit: Donnerstag – Dauerlauf 60 min 9 km, 6:45 min/km, Steigerungen

Feedback: Ein Satz mit x… das war wohl nix! Heute etwas länger gearbeitet. Danach ging nichts mehr. Innerer Schweinehund 1, Basti 0 Punkte.

Trainingseinheit: Samstag – Dauerlauf 40 min 6 km, 6:45 min/km, Steigerungen

Feedback: Wieder den Plan ignorierend, habe ich mich zwar an die 6 km gehalten, die Zeit pro Kilometer aber ignoriert. Ich wollte sehen was in Sachen Tempo geht. Volle Leistung ist noch nicht da aber immerhin können wir von „laufen“ anstatt „joggen“ reden. Fühl mich jetzte aber echt gut und freue mich sehr auf morgen. Wetter soll richtig sonnig werden 🙂

Trainingseinheit:       Sonntag – Wettkampf Zielzeit: ca. 57 min für 10 km

Feedback:         Ein wirklich sehr schöner Lauf. Strahlend blauer Himmel und in der Sonne sogar so etwas wie wärme gespührt. Ich habe zwar die geforderte Zeit nicht geschafft, dafür aber einen Strafkilometer dran gehängt. Langsam komme ich wieder rein.


Ende im Gelände. Ich habe hier lange nichts aktuallisiert. Lag daran, das es mich gesundheitlich im Februar erneut zerrissen hat. Das hat nicht nur meine körperliche Fitness, sondern auch meine Motivation in Grund und Boden gehauen. Der heute HAJ Marathon ist komplett ohne mich gelaufen. Meine Leistungsgrenze sind z.Zt. 5 km und die schaffe ich nicht ohne Pause. Ich beginne also nahezu bei null.

Nichts desto trotz werde ich diese Kiste spätestens 12 Wochen vorm HAJ 2019 erneut starten. Jetzt konzentriere ich mich ert einmal darauf, wieder auf die Beine zu kommen.

42,195 Km? Erstes kleines Trainingsfeedback

Hallo,
es ist bereits einige Tage her, dass ich angekündigt habe den Hannover-Marathon 2018 laufen werde. Allerdings hat die bisherige Vorbereitung auf das Vorbereitungsprogramm (startet in der 3. Kw 2018), nicht ganz so doll lief. Gerade ein einziges Mal war ich draußen auf schnellen Sohlen unterwegs. Ich hatte für mich und Bob (wir erinnern uns… Bob ist mein innerer Schweinehund) immer die passenden Ausreden parat. Zu nass, Arbeitstag war zu lang, usw… Zur eigenen Beruhigung hab ich aber immerhin 3x pro Woche ein geräteloses Krafttraining von je 30 Minuten absolviert. Hilft zwar in Sachen Ausdauer nüschts, ist aber besser als gar nichts.

Morgen…. morgen gehe ich bestimmt laufen!

Teil 1: Einen Marathon laufen kann doch jeder, oder?

Es ist schon ein paar Tage her. April 2014 um genau zu sein. Ich war im Dienste des Kunden in Hannover unterwegs und habe mich zunehmend über das allgegenwärtige Parkverbot geärgert. Wie soll ich zu meinen Kunden kommen, wenn ich nirgens stehen darf? Das alles nur wegen irgendwelchen Sportveranstaltungen. So ein Blödsinn! Die können doch auf den vielen Radwegen laufen….

Meine Kollegen ( ein Tennisspieler, der andere Tischtennis) hatten für meinen Ärger wenig Verständnis. Ich glaube der O-Ton des einen war: „Nicht immer gleich das Maul auf reißen… erst einmal selber versuchen“.

Damit war es klar. Ich musste den beiden Sportlern also zeigen, das ein Raucher dessen Sportart eSport heißt, auch gut laufen kann. Soweit so gut, Ehrgeiz geweckt und am folgenden Wochenende die 0 8 15 Sportschuhe aus dem Schrank gekramt.

Nach kurzem WarmUp gleich los gelaufen und noch vor Km eins mit Schnappatmung zurück ins langsame „gehen“ gefallen. Holy fu** **it! Nach nur 2,5 Km dann völlig zerstört auf dem Sofa gelegen und vor dem geistigen Auge die 2 lachenden Pfeifen aus der Firma gesehen. Na da hab ich mir ja was vorgenommen. Aber es wurde besser. Nach 2 Wochen mit 2 bis 3 Laufeinheiten je Woche, klappte diese Strecke schon ohne Pausen. Nach 4 Wochen waren 5 Km ebenfalls kein Thema mehr, gerächt haben sich dann aber die billigen Treter an meinen Füßen. Schmerzen bis in den Rücken hoch 🙁

Die Sportskanonen aus dem Betrieb wussten natürlich gleich woran das lag. Ich hab dann mal sofort gehört und mir den ASICS Kayanao 19 (gab es günstig als Auslaufmodell) geholt. Was soll ich sagen… WOW! Laufen war wie schweben! Egal welche Marke man sich an die Füße tackert, wichtig ist, dass es auch ein richtiger Laufschuh ist. Ein Unterschied wie Tag und Nacht!

2015 bin ich dann den Halbmarathon in 1:47:23 gelaufen… als Raucher!

Mitte 2015 habe ich dann das Rauchen aufgegeben. Ich wollte mehr! Bessere Zeiten, weitere Strecken…. und ich verstand auch sehr gut, warum für solche Großveranstaltungen so viel abgesperrt werden muss. Ein ganz neuer Point of view.

2016 hatte ich dann leider ein Paar gesundheitliche Probleme, die eine Teilnahme am HAJ Marathon verhindert haben. 2017 war ich wieder für den Halbmarathon am Start aber 2018 soll er fallen…. der Startschuss für meinen ersten vollen Marathon am 8. April 2018.

Mein aktueller Trainingsstand: 21 Km könnten gehen, 42 Km NIEMALS!

Mein Plan: 12 Wochen Vorbereitung nach einem Plan einer Website (fitforfun.de) Dieser beginnt in der 3. Kalenderwoche 2018.

Meine Hilfen: Erstmal gebe ich dem Kind einen Namen. In diesem Fall Bob! Bob ist mein innerer Schweinehund, der lieben gerne am PC hockt, War Thunder spielt und Unmengen an Party-Knabber-Mix Packungen in sich hinein stopft. Und dann gibt es da noch freista.de! Damit ich nicht auf die Idee komme, das ein Halber wieder genug ist, schreibe ich hier Wochenberichte. Damit geht es jetzt bereits los. Also alle Infos zur Vorbereitung auf die Vorbereitung, Erfolge und Rückschläge, Trainingsstand und die unverblümte Wahrheit gepaart mit einigen Ausreden 🙂

1 Jahr mit der Samsung GearFit 2

Samsung GearFit 2

Seit über einem Jahr, genauer gesagt: Seit dem Release der GearFit 2 von Samsung, trage ich sie stolz an meinem Handgelenk. Bevor ich jetzt aber auf das kleine Wearable näher eingehe, sollte ich erwähnen dass ich überzeugter Samsung Fan bin. Spätestens beim Kontra zum smarten Fitnesstracker werdet ihr aber merken, dass „Fan sein“ nicht gleichbedeutend mit „schön reden“ ist.
Gehen wir nun einmal ein ganzes Stück weit zurück durch die Zeit. Es war Mitte Juni 2016 als ich meinen Uralt-Bauern-Mercedes-C Klasse auf den MediaMarkt Parkplatz lenkte. Der Einsatzplan war klar strukturiert: Eindringen ins Gebäude, den heiligen Gral der Handgelenke einsacken, 199 Flocken an der Kasse lassen und mit Warpgeschwindigkeit zurück ins Hauptquartier! Bis dahin alles gut. Der nette und wiedererwartend kompetente Mitarbeiter der Technik-Kette hat sogar nach kurzer Suche hinter all den Pinken Uhren noch eine Schwarze entdeckt. Das große Unboxing daheim war recht unspektakulär. Eben eine Uhr mit Ladestation. Kleiner Rückschlag: Ladestation arbeitet über 5V USB… aber ein Netzteil ist nicht inklusive. Also fix ein altes USB-Hub ans Ladegerät vom Handy gesteckt und BÄÄÄÄM, schon lässt sich Handy und Gear zeitgleich laden.
Nach eine guten Stunde zeigte das Display auch schon einen 100% Balken an. Sehr gut, es kann los gehen!

Die Ladestation. USB Anschuss aber ohne passendes Netzteil im Lieferumfang. Die 4 Kontakte machen es völlig wurscht, ob die Uhr rechts oder links herum aufgelegt wird.

Das koppeln via USB mit meinem S7 war so gar kein Problem. Samsung und Samsung verstehen sich eben gut. Das voreingestellte Layout ist in Ordnung, es gibt aber zum Download noch reichlich Auswahl und selbst unter den kostenlosen Varianten sind wirklich tolle Designs dabei. Von den 9 möglichen Seiten/Apps der Uhr nutze ich nur 7. Für mich ist damit alles Relevante abrufbar. Uhrzeit incl. Datum, Schrittzähler, Etagenzähler, Kalorienverbrauch, Aktivität Starten (Joggen in meinem Fall), Herzfrequenz und Samsung Heath Ranking fürs eigene Ego. Gehen wir die aufgezählten Funktionen nun einmal durch:

  • Uhrzeit incl. Datum ist mein Home-Screen. Ich brauche im Tagesbetrieb nur diese Daten. Layouts die auch dort die Schritte anzeigen finde ich unübersichtlich
  • Der Schrittzähler ist für mich sehr wichtig. 6000 bis 8000 Schritte sollte man am Tag machen. Ich liege bei 15.000 aber die Uhr pusht mich da gerne auch mal hoch, so dass ich auch ab und an 25.000 Schritte zähle
  • Der Etagenzähler… ne Nummer für sich. 4 Meter Höhenunterschied entsprechen bei der GearFit 2 einer Etage. Da der ganze Spaß mittels winziger Sensoren über Bewegung und Luftdruck ermittelt wird, kann ein morgendliches Frühstück auf der Terrasse auch mal 10 Etagen bringen. Der Luftdruck ändert sich eben morgens auch mal recht heftig 🙂
  • Kalorienverbrauch gefällt mir sehr. Im Smartphone werden Daten wie Alter, Größe und Gewicht erfasst. Daraus ermittelt die App den Nettoverbrauch am Tag. Je nach Aktivität, wird der Mehrverbrauch dazu addiert. Funktioniert recht gut und die Werte sind glaubhaft. Sicher auch nicht medizinisch korrekt aber etwas, mit dem man arbeiten kann.
  • Aktivität starten ist echt toll. Man kann an der Uhr einstellen, ob es ein einfaches Workout ist, ob man eine gewisse Distanz laufen will (GPS sei Dank) oder ob man eine vorgegeben Zeit Laufen will. Die Uhr hat allerdings auch eine Workout Erkennung und startet, sofern sie es bemerkt, das Tracken des Trainings automatisch. Bei mir war allerdings 1 Km schwimmen dann auch mal schnell eine Rudereinheit laut der Uhr.
  • Herzfrequenz… Es sollte jedem klar sein, dass dieses NICHT exakt am Handgelenk gemessen werden kann. Schon gar nicht bei Bewegung. Als Anhaltspunkt ist es jedoch sehr nützlich.
  • Das Ranking gibt, sofern man es Samsung Health erlaubt hat, den eigenen Rang in % an, den man wahlweise von allen Samsung Health Nutzern hat, bei den Health Nutzern der eigenen Altersklasse oder die Platzierung bei den eigenen Freunden

Die Akkuleistung ist allerdings nur zu Beginn als besonders erwähnenswert zu nennen. Schon nach einem Jahr (und eben aktiver Nutzung: Joggen (gerne 20 Km am Abend, viele kleine Workouts am Tag) ist der Akku am Abend schon runter auf 15%. Also von morgens 6 bis abends 21 Uhr. Im Energiesparmodus (einfarbiges Display, keine Dauerverbindung zum Handy und kein GPS) gehen mittlerweile 25% in 24 Stunden drauf. Einerseits keine Traumwerte, andererseits ist das Ding so schlank gestaltet, dass auch der Akku sehr geringe Ausmaße haben muss. Egal wie viel mA/h er leisten soll.

Das Display selbst ist jedoch bezaubernd! Ich habe eine passende Schutzfolie drauf. Als Handwerker macht das auch richtig viel Sinn. Die Helligkeit ist einstellbar und selbst bei Sonneneinstrahlung ist alles gut leserlich. Der Touchscreen arbeitet bei trockenen Fingern sehr präzise. Lediglich mit nassen Fingern (Regen oder Schwimmen) kommt die Bedienung einer Runde Space Invaders gleich. Die Menüführung wird dabei aber durch 2 seitlich angebrachte Tasten unterstützt.

Der integrierte MP3 Player ist etwas komplizierter. Titel auf die Uhr zu übertragen ist einfach, sie wieder zu löschen bedurfte bei mir 10 Minuten Googlen. In Verbindung mit einem Bluetooth Kopfhörer kann die nervige Armbinde mit dem Handy drin aber ruhig zu Hause bleiben. Halbmarathon mit Streckentracking und Hörbuch im Ohr klappt wunderbar. Allerdings sollte man die Uhr rebooten vor dem Laufen. Sie hängt sich sonst gerne mal auf und man merkt erst nach dem Laufen das die Strecke erst ab Kilometer 5 getrackt wurde.

Die smarten Funktionen sind im Gleichgewicht. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Ich kann also nicht mit der Uhr telefonieren, kann aber Anrufe annehmen oder ablehnen. Bei letzterem kann ich vorgefertigte SMS Nachrichten versenden lassen wie z.B. Ich fahre grad Auto. Oder Ich rufe zurück. SMS, Whats App und Co kann ich auf der Uhr komplett lesen (und das ohne eine Lesebestätigung zum Absender geschickt wird) und auch alle anderen Push Nachrichten finden ihren Weg auf das Display. Etwas nervig ist die integrierte Wetter Anzeige. Mehrmals am Tag vibriert die Uhr um mir zu sagen wie das Wetter an meinem aktuellen Ort ist. So ein quatsch. Meine Haut sagt mir viel besser ob es kalt ist und ob es regnet oder die Sonne scheint, sehe ich auch ohne Uhr.

Geladen wird das Schätzchen allerdings über physische Kontakte. Genau hier ist meine Euphorie auch vorbei denn da hat Samsung richtig Mist gebaut (übrigens auch bei den deutlich teureren SmartWatches wie Gear S2). Beim Auflegen auf die Ladestation sorgt ein Magnet für den sicheren Halt und die Nippel der Ladestation berühren nun die Ladekontakte der Uhr. Der Strom fließt, der Akku wird geladen. Leider haben diese Kontakte auch immer Kontakt mit der Haut, wenn die Uhr dort ist, wo sie sein soll. Nämlich am Handgelenk! Es wird zwar darauf hin gewiesen, dass man die Kontakte vor dem Laden reinigen und trocknen soll (um Korrosion zu vermeiden), leider sind diese Kontakte aber nicht säurefest. Wir erinnern uns also mal eben an den Chemieunterricht: PH Wert 1 bis 6 ist sauer, 7 neutral und 8 bis 14 ist alkalisch. Der PH Wert unserer Haut liegt bei 5,5. Also leicht sauer! Bei Nichtsportlern oder Nichtschwitzern mag da so eine Uhr ewig halten… bei mir eben nur 15 Monate. Trotz abspülen mit Wasser und anschließendem Trocknen nach jedem Lauf und vor jedem Schlafen gehen, hat sich bereit einer der beiden Kontakte aufgelöst. Nur noch eine kleine Kante ist geblieben. Ich bastel also mit einem Blatt Papier unter der Uhr jeden Abend so lange rum, bis ich den kleinen Restpunkt getroffen habe und die Uhr wieder lädt. Das ist leider kein Einzelfall. Dass aus den Ladekontakten schwarze Löcher werden, ist in vielen Foren zu Hauf dokumentiert. Samsung repariert aber nicht, da die Uhr ja einen hohen IP Schutz hat und dieser nach einer Reparatur nicht mehr gewährleistet werden kann. Leuchtet ja auch ein. Aber dann von einigen Nutzern 25 Euronen für den Kostenvoranschlag zu nehmen, um Ihnen dann das mit zuteilen, was doch von Anfang an klar war, ist dreist. Der Inhalt fällt laut diverser Kunden immer gleich aus. Rep nicht möglich wegen IP Schutz, kein Garantiefall. Bitte neue Kaufen. Aus der Eigenen Sicht kann ich dazu keine Stellung nehmen da ich Volltrottel den Kassenbeleg nicht finden kann. Es ist nämlich auch in einigen Foren die Rede davon, dass der Mediamarkt die Uhren eingeschickt hat, und dann wohl aus eigener Hand für Ersatz gesorgt hat. Hut ab sollte das so stimmen. Ich jedenfalls werde versuchen, einen Lötpunkt in den verschlissenen Kontakt zu tropfen. Vielleicht wird’s dann wieder besser für eine Weile. Letztendlich werde ich aber was Fitnessuhren angeht, die Nächste von Polar oder Garmin kaufen. Da ist zumindest kein Hautkontakt zu den Ladekontakten.

Mittig der Uhr sieht man die Herzfrequenz Sensoren. Die beiden Punkte links daneben sind die Ladekontakte. Der Obere ist bereits mehr oder weniger weg!

Demnächst kommt die GearFit Pro auf den Markt. Bin ja mal gespannt ob Samsung dort nachgebessert hat.

Solltet Ihr Fragen haben, Kritik am Bericht oder Lob… bitte lasst es mich in den Kommentaren wissen. Ist immerhin mein erster Bericht in meinem ersten Blog.

yours, Basti